Pressebericht 27-04-2012

Am 23. August 2010 ist in dem Garten neben dem Anne Frank Haus in Amsterdam entgegen allen Erwartungen die Anne Frank Kastanie samt der Stützkonstruktion, die sie hätte halten sollen, in einem mässigen Sturm umgeweht worden. Ursache und Folgen waren Gegenstand einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen der Stiftung und der Baufirma vanderLeijBouwbedrijven.  Am 4. April 2012 hat das Gericht in Amsterdam sein Urteil ausgesprochen. Kurz zusammengefasst besagte dieses: (1) aufgrund der verflossenen Zeit ist es nicht mehr möglich, über die Ursache des Umfallens der Konstruktion ein Urteil abzugeben, (2) dem Vorstand der Stiftung und auch den indivuellen Vorstandsmitglieders kann kein Vorwurf wegen unterlassener Sorgfaltspflicht gemacht werden, (3) die noch vom Bau  der Konstruktion offenstehenden Kosten müssen nicht bezahlt werden, (4) wohl aber muss die Stiftung die von vdLeijBouwbedrijven geforderten Extra-Kosten für Abräumen des Baums und Lagerung des Holzes bezahlen.

Über dieses Urteils hat die Stiftung mit ihrem Sponsor Generali Versicherungsgesellschaft N.V. in Diemen gesprochen und Generali bereit gefunden, für alle Kosten für das Abräumen und Lagern des Holzes als Sponsor aufzukommen. Der Betrag ist inzwischen durch Generali an vanderLeijBouwbedrijven bezahlt. Die Stiftung ist ihrem Sponsor Generali sehr erkenntlich hierfür. Als Folge der Bezahlung hat vanderLeijBouwbedrijven das gegen die Stiftung und ihre Vorstandsmitglieder angestrengte Gerichtsverfahren zurueckgezogen.

Die Stiftung begrüßt, dass die Auseinandersetzungen damit einen Abschluss gefunden haben. Sie  wird in Kürze mit der Stiftung Weltbaum sprechen, die die Sorge für die Anne Frank Kastanie in ihrem 2. Leben auf sich nehmen will. Danach wird die Stiftung ihre Tätigkeit beenden. 

Die Stiftung pflichtet voll dem von  Henric Pomes, Eigentümer des Baums, formulierten Standpunkt bei: “Wenn der Stadtteil Zentrum Amsterdam 2007 den Baum beseitigt hätte, hätten wir nun keinen Baum mehr. Dadurch aber, dass der Baum umgeweht wurde, ist er mit seinen aus dem Rumpf herausgewachsenen  Seitentrieben doch noch in seiner symbolischen Funktion erhalten geblieben und wird in seinem 2. Leben in etwa 40 Jahren wieder in voller Größe vorhanden sein.”

Prof. dr. Helga Fassbinder, Vorsitzende

 

 

 

10 Ableger der Anne Frank Kastanie gepflanzt in Weira, Thüringen

Am 10.Juni 2011 wurden auf dem Gelände der Firma Cabka entlang der Anne-Frank-Strasse feierlich 10 Ableger der Anne Frank Kastanie gepflanzt. Der Festakt wurde durch den Regierungssprecher und Staatssekretär des Landes Thüringen Peter Zimmermann eröffnet. Anschließend betonten in ihren Ansprachen Landrat Frank Roßner und Gat Ramon, Cabka, die Bedeutung dieses Aktes als Mahnung zu Toleranz und Respekt vor Menschen, gleich welcher Rasse, Weltanschauung oder Religion sie sein mögen, und unterstrichen die Aktualität dieses Appels angesichts des wieder aufkeimenden Rechtsradikalismus. Die Nachkömmlinge der Anne Frank Kastanie sind lebendige Symbolträger dieser Mahnung. Helga Fassbinder las aus ihrer Publikation 'Annes Baum', die im Herbst im Verlag Dejongehond erscheinen wird. Roman Kupferschmidt gestaltete die musikalischen Intermezzi, Blanka Weber vom Deutschlandfunk moderierte.

 

Feierlich pflanzen Staatssekretär Peter Zimmermann und Gat Ramon den ersten Baum.

 

Pressebericht 05-05-2011

Warum hat die Konstruktion den Baum nicht gehalten?

Ein renommiertes unabhängiges Ingenieursbureau, J.G. Hagemans B.V., das durch die Versicherung Generali eingeschaltet wurde, hat die Sache untersucht und kam in einem dicken Untersuchungsbericht zu dem Ergebnis, dass die Schweissnähte, mit denen die Konstruktion an ihrer Pfahlfundierung befestigt waren, nicht in Ordnung gewesen waren. Sie waren gebrochen. Ein Fehler, der im Stahlbau nicht vorkommen darf. Das Ergebnis dieses Untersuchungsberichts wird eine wichtige Rolle spielen in der gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem Bauunternehmer, der die Konstruktion errichtet hat.

Pressebericht 20-04-2011

Die Stiftung Support Anne Frank Tree (SAFT) hat einen sachlichen Konflikt mit dem vormaligen Vorstandsmitglied und gleichzeitig Bauunternehmer R. van der Leij sr. von Van der Leij Bouwbedrijven B.V. über noch von SAFT zu bezahlende Beträge im Zusammenhang mit dem Umfallen der Stützkonstruktion und des Baums. Van der Leij Bouwbedrijven B.V. hat gegen die Stiftung und ihre Vorstandsmitglieder ein gerichtliches Verfahren gestartet. SAFT sieht dem Ausgang dieses Verfahrens vertrauensvoll entgegen und ist überrascht durch Initiativen, die verschiedentlich entwickelt werden, um diesen Konflikt zu einem guten Ende zu bringen.

Prof. dr. Helga Fassbinder, Vorsitzende
Amsterdam 20-04-2011